Holly Loose – Melancholia

Liebe Freunde, Fans und Wegbegleiter!

Seit vielen Jahren schon denke ich darüber nach, einmal ein Soloalbum zu machen. Mit Musik, die ganz allein von mir und aus meinem Herzen kommt. Heute ist es soweit und ich kann euch mitteilen, dass das „traurigste Album der Welt“ in den Startlöchern steht. Die Songs sind alle fertig geschrieben und eingespielt. An dieser Stelle möchte ich einen herzlichen Dank an Peggy Hoffmann, Lou Liberté Burchardt (backvoc), Stephan Klement (git), Sebastian Meyer (drum) und Silke Meyer (Violine, backvoc) sagen, denn alle haben maßgeblich dazu beigetragen, dass die Klangwelt in meinem Kopf zu Liedern wurde, die JEDER hören kann. Ich hoffe natürlich sehr, dass du dich, genau wie wir Musiker, in diese Musik und diese Texte „legen“ und von ihnen tragen lassen kannst. Wir empfehlen die Nacht und eine oder mehrere Flaschen Rotwein dazu.

Jetzt fehlt nur noch ein kleiner Schritt zum vollkommenen Glück, dieses Album als CD veröffentlichen zu können.
Ich habe lange überlegt, wie ich es anstelle:

Soll es ein Crowdfunding-Projekt werden? Kann ich es mir leisten, das Album ohne jedwede Hilfe aus der „Industrie“ zu veröffentlichen?
Beide Varianten musste ich verneinen.
Ich möchte das Album am 23.11.2018 vollkommen unabhängig, sozusagen im Alleingang, veröffentlichen und dazu bitte ich um deine Aufmerksamkeit.

Um die Kosten für die Albumpressung, GEMA etc. zu decken, werde ich ab heute in den Vorverkauf gehen. Du kannst dieses Album ab sofort für 15,00 € bei mir vorbestellen und erhältst es dann pünktlich am 23.11.2018:
Holly Loose – Melancholia (Digipack. € 15,00).

Eine zweite Variante habe ich mir auch einfallen lassen, sozusagen das „kleine crowdfunding-Paket“ für jene, die mich ein wenig mehr unterstützen können und möchten. Hier werde ich für 25,00 €, zuzüglich zum Album, noch eine Überraschung in das Päckchen tun, die thematisch mit dem Album und mit mir zu tun hat. Ein paar Ideen dazu liegen auf meinem Tisch. Auch hier hängt die Umsetzung maßgeblich von deinem und eurem Support ab:
Holly Loose – Melancholia (Supporter Package inkl. Audio CD. € 25,00).

Nun muss die Katze ja nicht im Sack gekauft werden, deswegen möchte ich euch bis zum November das eine oder andere Lied aus dem Album präsentieren. Wie der Titel schon sagt, wollte ich der Traurigkeit und Melancholie einen Raum geben, zart instrumentiert, lyrisch und getragen. „Melancholia“ ist somit für die stillen Momente gedacht, die dunklen Abende, die durch das Lagerfeuer erwärmte Einsamkeit einer Nacht. Wer schon reingehört hat, sprach von Leonard Cohen und Johnny Cash oder fühlte sich an Tom Waits und Veljanov erinnert. Nun, ich habe mein ganz eigenes Bild von diesem Album und auch du wirst dir deine eigenen Bilder machen.

Kommen wir daher zur ersten Liedvorstellung! Der Text ist von niemand geringerem als dem großen Lyriker Theodor Fontane, der im nächsten Jahr 200 Jahre alt geworden wäre. Dieses Lied ist eines von drei Coversongs auf dem Album „Melancholia“. Du kannst es als Download bei iTunes, Amazon etc. ab jetzt erwerben oder dir als Stream bei Spotify und Co. zu Gemüte führen. Und eine kleine, visuelle Untermalung bekommst du hier auch. Schreib mir, wie es dir gefällt und vor allem: Bitte teile dieses kleine Video! Danke dafür!
(https://youtu.be/mLu_v7nHIcI)

Dein Holly

Mein Name ist Holly Loose.

Ich bin Kuenstler und Vater. Als Vater habe ich die Pflicht, meine Kinder zu schuetzen, soweit es in meiner Macht steht. Als Kuenstler habe ich die Pflicht, unter anderem dafuer einzustehen, dass es, zum Beispiel aufgrund eines Krieges, niemals dazu kommt, meine Kinder nicht mehr schuetzen zu koennen.

Eines lauen Sommerabends saß ich in einem beschaulichen Stadtteil von Berlin an meinem Rechner und flanierte ziellos durchs Internet. Ich stieß von einem Post zum naechsten und ploetzlich tat sich ein Youtube-Video vor mir auf, dessen Bilderinhalt das Schicksal der Kinder Aleppos beklagte und dessen Audiospur ein tragisch anmutendes, sanft beginnendes und sich immer mehr zum Rocksong entwickelndes Lied trug, welches in den Versen auf Englisch und in den Refrains auf Arabisch vorgetragen war. Das Zusammenspiel zwischen Bildmaterial und Musik war so gewaltig, dass es mir die Traenen in die Augen trieb. Ich kam nicht umhin, mich mit dieser Band naeher zu befassen und staunte nicht schlecht. Orphaned Land kannte ich noch aus meiner Zeit in Istanbul. Das Lied beschaeftigte mich noch ein paar Tage. Ich fasste mir ein Herz und schrieb Kobi Farhi, den Saenger dieser israelischen Band, einfach an, erzaehlte ihm, dass ich Vater zweier Kinder sei und mich dieses Lied zu tiefst beruehrte. Ich bat ihn darum, dieses Lied als Cover auf das neue Album meiner Band Letzte Instanz in deutscher Sprache neu veroeffentlichen zu duerfen. Es dauerte keine zwei Minuten und Kobi schrieb zurueck, bedankte sich aufs Herzlichste fuer mein Interesse an diesem Lied und mein damit verbundenes Anliegen.
Etwa zeitgleich hoerte ich zufaellig von einer Geschichte, die mich ebenfalls sehr beruehrte. Ein Mann namens Jan Jessen erschuf aus Spenden und eigenen Mitteln zusammen mit anderen engagierten Leuten aus Nordrhein-Westfalen ein Fluechtlingsdorf direkt im Nordirak. Was quasi als Container-Sammelstelle begann, mauserte sich mehr und mehr zu einem kleinen Dorf mit einer gewissen Infrastruktur. Sogar eine Schule sollte es bald geben. Das imponierte mir. Auch Jan schrieb ich an, um zu erfahren, ob wir ihm als Band nicht irgendwie helfen koennten. Es dauerte auch hier weniger als eine halbe Stunde und wir kamen ueber Facebook ins Gespraech. Er erzaehlte mir von vielen sehr traurigen Dingen: Von Vaetern, die ihre Kinder im Arm hielten, obwohl diese schon lange tot waren. Von Kindern, die ihre Eltern verloren hatten. Doch er erzaehlte mir auch von den Maedchen im Dorf, die jetzt sogar eine eigene Fussballmannschaft gegruendet hatten, er erzaehlte mir von vielen positiven Dingen, die sich entwickelten, aber auch von Notwendigkeiten, die noch zu leisten seien. Zum Beispiel, das blieb mir besonders im Gedaechtnis, fehlte es an Schulmaterial.
Unabhaengig von diesen beiden Begebenheiten sitzen wir von Letzte Instanz seit Januar diesen Jahres an einem neuen Album, welches nun schon fertig produziert, aufgenommen und gemixt ist, sitzen in den Startloechern und warten auf den 16.02.2018, um endlich unser neues Baby in den Haenden halten und der Welt zeigen zu koennen. Es ist unser 13. Album und heisst Morgenland. Dieser Titel traegt zwei Bedeutungen in sich. Zum einen natuerlich das Morgenland, welches fuer uns Europaeer seit je her so heisst, weil dort, im Osten, die Sonne und mit jedem Morgen ein neuer Tag aufgeht, fuer uns im Frieden. Wir kennen dieses Morgenland ja auch aus den Geschichten aus 1001 Nacht. Doch dieser Titel hat fuer uns noch eine andere, wichtigere Bedeutung: Das Morgenland als tatsaechliches Land von Morgen, welches ein schoenes, friedliches Land sein kann, wenn wir heute schon die Weichen fuer den Weg in eben dieses Morgenland stellen.
Ich erzaehlte meinen Bandkollegen von meinen beiden neuen Bekanntschaften, erzaehlte von der Moeglichkeit, dieses Lied von Orphaned Land, obwohl es total unueblich ist, auf unserem Album noch einmal in deutscher Sprache zu veroeffentlichen und bat sie um ihre Meinungen. Alle erwiderten ohne den Hauch eines Widerstandes oder Unwollens, dass wir dieses Lied unbedingt auf unser Album nehmen muessten, da ja schon der Albumtitel dies verlangte. Als zweites erzaehlte ich von Jan und seinem Fluechtlingsdorf. Sofort kristallisierte sich eine Idee heraus, die zwangslaeufig geboren werden musste, naemlich das Lied von Orphaned Land mit dem Fluechtlingsdorf im Nordirak zu verbinden.
Ich rief Jan erneut an, fragte ihn, wann er wieder in den Nordirak fliegen und ob er mich mitnehmen wuerde, damit ich mir einen Eindruck von der Situation und mehrere Bilder fuer ein Video zu diesem Lied machen koennte. Der Termin stand schneller als ich erwarten durfte. Ich fing an, mir ein paar Brocken Arabisch anzueignen, um gewappnet zu sein, und besorgte Stifte und Papier, welches ich fuer die Schule im Dorf mitnehmen wollte. Drei Tage vor Abflug wurde die Reise gecancelt, weil der Krieg um Mossul wieder aufflammte und eine Reise dorthin unmoeglich war. Meine Frau war, zu Recht, ziemlich erleichtert. Jan versprach, mir aus seinem Bilder- und Filmfundus eine Auswahl zukommen zu lassen, damit wir das Video fertigstellen und so auch einen kleinen Teil leisten konnten. Naemlich der Pflicht gerecht zu werden, als Kuenstler aufzuzeigen, dass Krieg die scheisseste Scheisse aller Scheissen ist.
Am 03.12. nun wird dieses Video veroeffentlicht. Es ist ein Gesamtwerk aus den Ideen mehrerer Kuenstler, Vaeter und Menschen. Ich danke allen von Herzen dafuer, dass dieses Projekt realisiert werden konnte!
PS: Ich bitte dich nun darum, die Facebookseite der Caritasfluechtlingshilfe Essen e.V. oder die Homepage zu besuchen, dich noch einmal selbst ueber das Projekt im Nordirak zu informieren und auf dem Spendenkonto der Organisation ein paar Euro zu hinterlassen, damit Schulmaterialien, und alles weitere Fehlende besorgt werden koennen.Caritas-Fluechtlingshilfe Essen e.V. – Bank im Bistum Essen – DE45 3606 0295 0000 1026 28Ich danke dir im Namen der Bands Letzte Instanz, Orphaned Land und des Fluechtlingsdorfes NRW.

Holly Loose